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Die Welt der Buchstaben ist bunt und fröhlich. Mit den 26 Schriftzeichen lässt sich viel anstellen.

Buchstaben sind meine Welt. Wie man mit 26 Altbekannten immer wieder Neues schöpfen kann, fasziniert mich. Lesen Sie hier über Kurioses, Lustiges und Interessantes aus der Welt des Textes.

Die korrekte Aussprache von Quarantäne

Quarantaene

Habe ich einen Hörfehler? Ich höre immer Karantäne, wenn von Quarantäne die Rede ist. Man sagt doch auch „Kwark" wenn man Quark meint und spricht von Kwalität, wenn es um Qualität geht. Wieso also höre ich immer Karantäne?
Zum Glück habe ich keinen Hörfehler, dafür aber einen ausgeprägten Wissensdurst. Ich habe nachgeschlagen, woher das Wort überhaupt kommt. Und siehe da, es kommt aus dem Französischen!
Quarantäne wird abgeleitet von dem französischen Wort quarante für vierzig. Gemeint sind damit 40 Tage, die jemand isoliert bleiben musste, wenn der Verdacht auf Pest, Cholera oder eine ansteckende Krankheit bestand.
Im Französischen wird das qu wie k gesprochen, deshalb sagt man auch Kisch, wenn von Quiche die Rede ist. Auch das Quartier Latin wird wie Kartier ausgesprochen.

Der globale Handel ist ein ganz alter Hut

Quarantäne ist übrigens schon seit dem 14. Jahrhundert bekannt. 1348 und 1349 beherrschte die Pest die Welt. Eingeschleppt wurde die Krankheit aus Afrika und durch den lebenhaften Schiffshandel kam die Krankheit nach ganz Europa. Kennen wir doch irgendwie. Heute ist es China, von wo aus das Coronavirus seinen Lauf nahm. Aber damals wie heute ist es der globale Handel, der für die Ausbreitung sorgt. Sage also niemand mehr, die schnelle Ausbreitung sei unserer modernen, globalisierten Welt geschuldet. Das war schon vor 700 Jahren genau so, ein ganz alter Hut also.
Bei einem anderen Wort zucke ich allerdings immer wieder zusammen: Konferenzschalte. Wie bitte? Heißt das nicht Konferenzschaltung? Ich werde nachlesen.


Grafik: Shutterstock

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